imageBugfix.png
Fachgruppe
InfDH

3. Workshop InfDH 2020

"Methoden und Anwendungen der Computational Humanities"

Call for Papers

Im dritten Jahr des InfDH-Workshops greifen wir eine aktuelle Entwicklung innerhalb der Digital Humanities-Community auf, bei der sich unter dem Schlagwort der „Computational Humanities“[1] in zunehmendem Maße ein eigener Teilbereich entwickelt, der primär auf statistische und algorithmische Analyseverfahren in den Geistes- und Kulturwissenschaften abzielt. „Computational Humanities“ bedeutet dabei im Wesentlichen eine Spezialisierung und Profilierung innerhalb des „big tent“[2] Digital Humanities, dessen Spektrum von Digitalisierungs- und Modellierungsverfahren, digitalen Ansätzen für das Publizieren, Kommunizieren und Lehren bis hin zur Beschäftigung mit digitalen Kulturphänomenen (bspw. Computerspiele und eBooks) reicht.

Im geplanten Workshop wollen wir herausarbeiten, welche Beiträge die Informatik zum Feld der Computational Humanities leisten kann. Eingeladen sind Beiträge, die explizit die Entwicklung, Anwendung oder Evaluation von Methoden und Verfahren aus dem Spektrum der Computational Humanities zum Thema haben. Bei allen Beiträgen sollte der Aspekt der quantitativen, computergestützten Analyse geistes- und kulturwissenschaftlicher Daten herausgearbeitet werden. Mögliche Themenfelder sind:

  • Anwendung maschineller Lernverfahren und statistischer Methoden für die Analyse von Text / Bild / Audio / Video-Daten in geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungskontexten
  • Anwendung von Verfahren des Data Mining, Information Retrieval und des Natural Language Processing in originär geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungskontexten
  • Entwicklung von Algorithmen oder Analysetools zur Nutzung in originär geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungskontexten
  • Computergestützte Visualisierung oder Visual Analytics und deren Integration in die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung
  • Adaption von computergestützten Verfahren aus anderen Bereichen (bspw. Bioinformatik oder Signalverarbeitung) für die Geistes- und Kulturwissenschaften

Mit seiner Fokussierung auf computergestützte Analyseverfahren adressiert der Workshop explizit die INFORMATIK 2020-Themenfelder „Data Science“ und „Künstliche Intelligenz“.

Termine

  • Deadline für Einreichungen (https://easychair.org/conferences/?conf=infdh2020): 30.04.2020 --> neuer Termin: 30.06.2020
  • Benachrichtigung über Annahme / Ablehnung: 03.06.2020 --> neuer Termin: 05.08.2020
  • Frist für finale Beitragsfassungen: 22.06.2020 --> neuer Termin: 26.08.2020
  • Weitergabe der finalen Beiträge an die GI (Datum zentral vorgegeben): 30.06.2020 --> neuer Termin: 07.09.2020
  • Workshop-Termin: Die Veranstaltung findet entweder physisch oder virtuell im Rahmen der INFORMATIK 2020 (Karlsruhe) am 02.10.2020 statt (vgl. https://informatik2020.gi.de/programm/workshops)

Einreichung und Publikation

Beiträge in deutscher oder englischer Sprache können im PDF-Format als Langbeiträge (8-10 Seiten) oder Kurzbeiträge (4-6 Seiten) inklusive Abbildungen und Literaturverzeichnis eingereicht werden. Sie werden von mindestens zwei unabhängigen Gutachtern des Programmkomitees anonym bewertet; der Beitrag sollte bei der Einreichung entsprechend anonymisiert werden. Nach dem Peer Review-Prozess werden die angenommenen Beiträge im Open Access über die Digital Library der Gesellschaft für Informatik (https://dl.gi.de/) publiziert. Bitte beachten Sie die Vorgaben der GI-Edition „Lecture Notes in Informatics” (Word-Template / LaTeX-Template). 

Es wird erwartet, dass sich mindestens ein Autor oder eine Autorin jedes akzeptierten Beitrags offiziell für den Workshop anmeldet, um den Beitrag dort vorzustellen. Kurzbeiträge werden im Rahmen eines 10-minütigen Vortrags (ggf. auch im Rahmen einer Poster-Session), Langbeiträge im Rahmen eines 20-minütigen Vortrags, jeweils mit anschließender Diskussion, präsentiert.

    Organisation

    Wie schon in den beiden vergangenen Jahren wird der Workshop wieder federführend von den Sprecher*innen der Fachgruppe „Informatik und die Digital Humanities“ organisiert:

    • Jun.-Prof. Manuel Burghardt (Universität Leipzig, Computational Humanities)
    • Prof. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin, Human-Centered Computing)

    Programmkomitee 

    • Manuel Burghardt (Universität  Leipzig)
    • Maximilian Bryan (Universität  Leipzig)
    • Vincent Christlein (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
    • Ralph Ewerth (L3S Research Center, Leibniz Universität Hannover)
    • Frank Fischer (Higher School of Economics, Moscow)
    • Evelyn Gius (Universität Darmstadt)
    • J. Berenike Herrmann (Universität Basel)
    • Gerhard Heyer (Universität Leipzig)
    • Gernot Howanitz (Universität Innsbruck)
    • Thomas Koentges (University of Victoria in Wellington / Universität Leipzig)
    • Heinz-Günther Kuper (Zuse-Institut Berlin)
    • Bernhard Liebl (Universität  Leipzig)
    • Thomas Mandl (Universität Hildesheim)
    • Alexander Mehler (Goethe Universität, Frankfurt am Main)
    • Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin)
    • Andreas Niekler (Universität Leipzig)
    • Fabian Offert (University of California, Santa Barbara / FAU Erlangen)
    • Nils Reiter (Universität Stuttgart / Universität Köln)
    • Thomas Schmidt (Universität Regensburg)
    • Christof Schöch (Universität Trier)
    • H. Siegfried Stiehl (Universität Hamburg)
    • Jochen Tiepmar (Universität Leipzig) 
    • Niels-Oliver Walkowski (Université du Luxembourg)
    • Christa Womser-Hacker  (Universität Hildesheim)
    • Matthias Zeppelzauer (University of Applied Sciences St. Pölten)

     


    [1] Vergleiche auch die Aktivitäten der Computational Humanities Research Community (https://cohure.github.io/CoHuRe/), die sich 2019 informell gegründet hat und 2020 einen gleichnamigen internationalen Workshop durchführen wird. Ebenso das bereits im Jahre 2014 durchgeführte Dagstuhl-Seminar zum Thema „Computational Humanities - bridging the gap between Computer Science and Digital Humanities“ (https://www.dagstuhl.de/14301).

    [2] Terras, M. (2011). Peering Inside the Big Tent: Digital Humanities and the Crisis of Inclusion. http://melissaterras.blogspot.com/2011/07/peering-inside-big-tent-digital.html